Dr. Anitha Thillaisundaram besuchte das Mathematische Institut im Rahmen Ihrer StayConnected@HHU Förderung

Dr. Anitha Thillaisundaram ist Dozentin an der Schule für Mathematik und Physik der Universität von Lincoln, Großbritannien. Als undefinedHumboldt Stipendiatin war sie bereits als Postdoc in Düsseldorf. Nun kehrte sie für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt an den undefinedLehrstuhl für Algebra und Zahlentheorie von Prof. Dr. Benjamin Klopsch zurück.

Dr. Anitha Thillaisundaram, Foto: privat

Dr. Thillaisundaram Sie waren als Humboldt Stipendiatin schon einmal in Düsseldorf . Was hat Sie motiviert an die HHU zurückzukommen?

Ich habe drei Projekte mit verschiedenen Kollegen hier in Düsseldorf. An zwei der Projekte haben wir bereits damals angefangen zu arbeiten. Als ich nach England umgezogen bin, konnten wir nur per Mail kommunizieren und ich war für kurze Aufenthalte hier, aber so richtig sind wir im Projekt nicht vorwärts gekommen. Nun sind die Kollegen nur noch bis September hier und so musste ich dringend nach Düsseldorf kommen. Die Finanzierung über das StayConnected@HHU Programm kam mir da sehr entgegen. Zwei Projekte sind jetzt in den fünf Wochen fertig geworden, an dem dritten sind noch einige wenige Dinge zu tun.

Warum ist die HHU für Sie ein besonders guter Forschungsstandort?

Es gibt hier an der HHU sehr viele Wissenschaftler/innen mit denen ich einen thematischen Überlapp habe. Was in Düsseldorf super ist? - dass sehr viele Gastwissenschaftler/innen und viele junge Mathematiker/innen hier arbeiten. Der Austausch untereinander ist super und es gibt zahlreiche Seminare, die ich besuchen kann. Diesmal habe ich zwei neue Mitarbeiter/innen kennengelernt und gemeinsam haben wir ein neues Projekt aufgestellt. Auch die Einrichtungen auf dem Campus sind echt gut. In der Bibliothek kann ich alles bekommen, was ich für meine Arbeit brauche.

Nun haben wir viel zu den Rahmenbedingungen hier an der HHU gesprochen, womit befassen Sie sich konkret in Ihrer Forschungsarbeit?

Ich forsche zu Algebraischen Strukturen. Diese Strukturen sind seit den 80er Jahren bekannt. Erst jetzt hat man die Möglichkeit sie zu analysieren. Sie dienen als Anwendung in anderen mathematischen Gebieten oder auch der Informatik, allerdings ist die Anwendung nicht mein direkter Forschungsgegenstand. Die Anwendungen entstehen aber oftmals erst sehr viel später als die eigentlichen Grundüberlegungen.

Wie profitiert Ihr Forschungsprojekt davon, dass es hier an der HHU bearbeitet wird bzw. welchen Vorteil hat es für die HHU, dass Sie hier sind?

Erstmal ist es sehr hilfreich, wenn alle Beteiligten an einem Ort versammelt sind. Wir kooperieren gut miteinander und können die drei Projekte auch bald veröffentlichen.

Was können wir im Rahmen des StayConnected@HHU Programms noch verbessern bzw. wie können wir die eigentliche Forschungskooperation noch weiter unterstützen?

Ich finde es super, wie es ist. Die Antragstellung ging sehr schnell und unbürokratisch. Ich konnte sehr sorglos hier in Düsseldorf sein.

 

Das Interview führte Uta Brunner im Juli 2018.

Zur Person

Dr. Anitha Thillaisundaram

Akademische Abschlüsse

Mathematics, BA (Hons) und Certificate of Advanced Study in Mathematics (MMath); Universität Cambridge

Promotion in Mathematik (Algebra); Universität Cambridge

Gemeinsame Publikation mit Prof. Klopsch

B. Klopsch, A. Thillaisundaram and A. Zugadi-Reizabal: Hausdorff dimensions in p-adic analytic groups,
Israel. J. Math. erscheint demnächst

B. Klopsch and A. Thillaisundaram: Maximal subgroups and irreducible representations of generalised multi-edge spinal groups, Proc. Edin. Math. Soc. erscheint demnächst

T. Alexoudas, B. Klopsch and A. Thillaisundaram: Maximal subgroups of multi-edge spinal groups, Groups
Geom. Dyn. 10 (2) (2016), 619 – 648

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